Konzept- und Kollektionsentwicklung

Fashion - Interdisziplinäres Projekt.

Text des SDBI:

Medienmitteilung 1. Februar 2012 European Fashion Award – FASH 2012 der Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie – SDBI

We are Powersport und Entspannung stehen beim Yoga im harmonischen Einklang. Die Dynamik und Ruhe wird in der 15-teiligen Frauenkollektion "We are" funktional und ästhetisch umgesetzt. Die Arbeit ist inspiriert von Muskelsträngen sowie den farbenfrohen, fließenden Saris indischer Frauen. Die Anforderungen sind hoch: Frauen wollen sich beim Yoga frei fühlen und zugleich Halt finden, dabei aber nicht den Körper betonen. Bänder, die wie Energien um den Körper fließen, geben Halt, beugen überdehnungen vor und stützen auch den Busen unter dem leicht fallenden Stoff des Tops. Realisiert wurde die Kollektion mit atmungsaktiven und temperaturregulierenden Stoffen. Die wenigen Nähte wurden überwiegend mit Ultraschall geschweißt. Das haptische und ästhetische Wohlgefühl ermöglicht eine bessere Konzentration auf sich selbst als auch auf die übungen. Der Alltag zieht wie eine Wolke vorbei.

Jurybegründung
Kristina Mora hat die Jury überrascht. Sie hat dem umsatzstarken, weitgehend uninspirierten und tradierten Markt von Yoga-Kleidung neue Perspektiven aufgezeigt. Ihre moderne Formensprache trifft den Zeitgeist, berücksichtigt die Wünsche von Frauen nach stilvoller Kleidung die nicht zu sexy ist, als auch funktionale und gesundheitliche Aspekte. Trotz vieler sinnvoller Details ist eine Kollektion mit klarer Aussage entstanden. Kristina Mora ist etwas gelungen, was in gesättigten Märkten auch für die besten Designer außerordentlich schwierig zu realisieren ist: ein relevantes Produkt, dass eine Berechtigung auf dem Markt hat und zudem Impulse für verwandte Sportarten wie Stretching oder Pilates bietet. Die Jury begeistert neben dem strategisch klug gewählten Thema, die durchgängig hohe Qualität von Analyse, Konzeption, Entwurf und Realisierung sowie die schriftliche und grafische Dokumentation. Kristina Mora zeigte hohes Engagement beim Erarbeiten der Anforderungen an die Stoffe, dem Einsatz innovativer Verarbeitungstechniken und dem Gewinnen von Webern und Hersteller um ihre Kollektion auf einem professionellen Niveau umzusetzen. In einer interdisziplinären Kooperation mit ihrem Kommilitonen Alexander Brenk entstand zudem ein Corporate Design, welches die Identifikation mit der Sportart stärkt, aber nicht aufdringlich ist. All dies ist um so mehr zu loben, als es eine Arbeit im 6. Semester und keine Abschlussarbeit ist. Die Jury vergibt daher einstimmig und mit großem Abstand den 1. Preis des European Fashion Award FASH 2012 an Kristina Mora und Alexander Brenk. Mitglied der Jury Joachim Schirrmacher, Creative Consultant, Berlin

Sieg und Niederlage, Schmerz oder Entspannung – Sport ist Emotion pur und hat fast jeden Bereich des Lebens und damit auch der Mode durchdrungen. Doch im Modestudium spielt Sportbekleidung kaum eine Rolle. Der European Fashion Award FASH 2012 suchte daher, zusammen mit dem Sonderpreis Gore Bike Wear, unter dem Titel "Active – Performance Sportswear" Sportbekleidung für Wettkampf, Ausdauer- oder Ausgleichssport, die Funktion und Fashion wegweisend verbindet. Die Jury international erfahrener Experten aus Design, Industrie, Handel und Medien ermittelte die Preisträger nach vorab festgelegten Kriterien. Die Preisverleihung fand im Rahmen der internationalen Sportartikelmesse ISPO MUNICH 2012 statt.

Den 1. Preis erhielten Kristina Mora und Alexander Brenk (6. Semester, Hochschule für Gestaltung Pforzheim) für ihre Yogakollektion "We are". Die Dynamik und Ruhe von Yoga wird in der Frauenkollektion funktional und Ästhetisch umgesetzt. Bänder, die wie Energien um den Körper fließen, geben Halt und beugen Überdehnungen vor. Das haptische und ästhetische Wohlgefühl ermöglicht eine bessere Konzentration auf sich selbst als auch auf die Übungen. "Kristina Mora und Alexander Brenk haben dem umsatzstarken, weitgehend uninspirierten und tradierten Markt von Yoga- Kleidung neue Perspektiven aufgezeigt. Ihre moderne Formensprache trifft den Zeitgeist, berücksichtigt die Wünsche von Frauen nach stilvoller Kleidung, als auch funktionale und gesundheitliche Aspekte. Ihnen ist gelungen, was in gesättigten Märkten auch für die besten Designer außerordentlich schwierig zu realisieren ist: ein relevantes Produkt, dass eine Berechtigung auf dem Markt hat", begründet der Vorsitzende der Jury, Joachim Schirrmacher (Creative Consultant, Berlin), den mit großem Abstand erzielten 1. Preis.

Als Preis wurde jede Kollektion von dem renommierten Modefotograf Gregor Hohenberg (u.a. Vogue, Elle, GQ, AD; Berlin) fotografiert. Zudem wird jede Arbeit mit einem Katalog (Design: Christof Nardin, Wien), einem Messestand auf der international größten Sports Business Plattform ISPO MUNICH 2012 und deren Medienarbeit kommuniziert. Geldpreise wurden in Höhe von insgesamt 10.000 Euro vergeben, sowie ein sechsmonatiges dotierte Praktikum bei Gore Bike Wear. Die Preise entsprechen einem Gegenwert von insgesamt rund 80.000 Euro.

Mitglieder der Jury 2012 Stefan Bogner, Geschäfrsführer Factor Product, München Clemens Deilmann, Head of Design, Gore Bike Wear, München Ivonne Fehn, Fashion Director, Süddeutsche Zeitung Magazin, München Marcel Herrig, Unicut Design Limited, Shenzhen, China Detlev Maaß, Einkaufsleiter Sport Scheck, München Joachim Schirrmacher, Creative Consultant, Berlin

Der European Fashion Award FASH
wird seit 2005 jährlich von der Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie (SDBI) ausgelobt. Er zählt aufgrund seiner Tradition, Fairness und strikt fachlichen Ausrichtung, der anspruchsvollen Aufgabenstellung, der internationalen Jury und dem aufwendigen Auswahlprozess anhand eingereichter Kleider, seiner Dokumentation und nicht zuletzt dem Werdegang seiner bisherigen Preisträger, zu den international bedeutendsten Förderpreisen für Modestudenten. Der weltweit ausgeschriebene Wettbewerb richtet sich an besonders begabte Designstudenten aller Gestaltungsdisziplinen ab dem vierten Semester. In einer zweiten Kategorie können Abschlussarbeiten eingereicht werden. Die SDBI wurde 1978 von dem Modeunternehmer Klaus Steilmann ins Leben gerufen. Ziel ist eine wegweisende Nachwuchsförderung. Ihre gemeinnützige Arbeit wurde 2008 von der Standortinitiative der Bundesregierung und der Deutschen Wirtschaft "Deutschland – Land der Ideen", als "Ausgewählter Ort 2008" ausgezeichnet. Medienmitteilung

1. Februar 2012 European Fashion Award FASH 2012 Ausgezeichnete Arbeiten und Jurybegründung Kristina Mora, Mode Alexander Brenk, Grafik 1. Preis European Fashion Award – FASH 2012 der Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie


© 3, Fotos/Photos: Frommel.de/SDBI
© 1, 2, 4-7 Fotos/Photos: Gregor Hohenberg/SDBI